Gisela Benjamin Jürgen Erich

Fußball im Ruhrpott

Zu seinem 18. Geburtstag erhielt Benni zwei Karten für das Match der ersten deutschen Fußballbundesliga zwischen seinem Lieblingsverein FC Schalke 04 und dem SV Werder Bremen (übrigens Erichs Lieblingsclub). Nun, leider verhinderte ein Virus die Reise vor zwei Jahren. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben und so holten wir das Match heuer nach. Die Paarung blieb die Gleiche, nur eine Liga tiefer.

Zunächst Dortmund

Mit dem Flugzeug flogen Benni und Erich nach Düsseldorf. Von dort ging es mit dem Zug direkt weiter nach Dortmund. Doch, was macht ein Schalker in der Stadt des Erzfeindes? Nun, es gibt dort auch noch das Deutsche Fußballmuseum des Deutschen Fußballbundes. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, was für uns die Sache erleichterte.

Das Museum ist in drei Teile geteilt. Zunächst starteten wir im ersten Teil, der ersten Halbzeit. Hier geht es um die Geschichte des deutschen Fußballs und die deutsche Nationalmannschaft. Alle Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften sowie legendärer Spiele und Geschichten bilden den Mittelpunkt. Ein Höhepunkt ist ein 3D-Film in einer Art Hologramm-Technik. Dadurch bekommt man den Eindruck, die Personen stehen tatsächlich vor einem.

Die zweite Halbzeit widmet sich dem Clubfußball. Die Geschichte der deutschen Meisterschaften von ihren Anfängen bis zur Bundesliga wird dabei ebenso gezeigt wie die europäischen Bewerbe. Eine 360° Bundesliga Show sowie die Hall of Fame schließen diesen Teil. Zuletzt gibt es noch die Nachspielzeit, wo wir selbst an Wuzzlertischen aber auch auf einem Spielfeld und beim Torwandschießen aktiv wurden.

Nach knapp fünf Stunden Museum und einem Abstecher in den Museumshop (wo wir Paule mitnahmen) bummelten wir nun noch etwas durch Dortmund und begaben uns für das Abendessen in eine Filiale einer bekannten Pizzakette. Nach der Pizza und einem Eis ging es mit der Bahn zurück nach Düsseldorf, wo wir unser Hotel aufsuchten. Das Hotel lag direkt beim Bahnhof, und zwar so, dass wir den Bahnhof gar nicht verlassen mussten - also ideal für Bahnreisende. Mit einem Bier in der Hotelbar endete schließlich unser erster Tag in Deutschland.

Match Day

Nach einem guten Frühstück fuhren wir mit der Bahn nach Gelsenkirchen. Bereits beim Einsteigen fielen uns zahlreich königsblau gekleidete Leute auf, auch Benni gehörte dazu. Ja, das waren alles Schalke-Fans auf dem Weg zum Topspiel der zweiten Bundesliga zwischen dem Tabellenführer Schalke 04 und dem Zweitplatzierten Werder Bremen. Am Hauptbahnhof gab es dann nur mehr eine riesige blaue Menschenmenge (mit grünen Tupfen), die sich überwacht von der Polizei zur Straßenbahn-Haltestelle begab. Von dort fuhren wir zum Stadion.

Nach einer längeren Fahrt mit sehr beengtem Raum erreichten wir schließlich die Veltins-Arena. Bevor wir diese aufsuchten, machten wir noch einen Abstecher in den Fanshop. Benni kaufte sich ein Friedens-Schalke-Trikot. Nun war es aber Zeit für die Arena. Nach kurzer Wartezeit in der Schlange schafften wir den Eintritt. Wir begaben uns auf unsere Plätze und versorgten uns mit dem nötigsten, also Bier und Currywurst.

Nach Vereinshymnen erfolgte der Anstoß. Die Stimmung unter den über 62000 Zuschauern war zunächst sehr gut. Nachdem jedoch die Gäste 0:4 wegzogen, verschlechterte sie sich etwas, dennoch war es noch immer sehr eindrucksvoll. Am Ende jubelten dann aber vor allem nur die Gäste (und Erich mit ihnen) über ihren 1:4-Sieg und die gewonnene Tabellenführung. In unterschiedlichen Stimmungslagen verließen Benni und Erich schließlich die Arena. Der Rückweg zog sich sehr, bis alle Zuschauer mit der Straßenbahn abtransportiert werden konnten, dauerte es halt.

Abend in der Altstadt

Schließlich kamen wir nach mühsamer Bahnfahrt (nur Stehplätze, weil alles voller Fans) wieder gut in Düsseldorf an, wo Benni sich mit einem Online-Bekannten traf, der nahe Düsseldorf wohnt. Zu dritt fuhren wir mit der Rheinbahn in die Altstadt von Düsseldorf. Nach einem Bummel durch die längste Theke der Welt kehrten wir schließlich in einer typischen Düsseldorfer Alt-Brauerei ein. Dort stieß noch ein ehemaliger Arbeitskollege von Erich zu uns (ebenfalls aus der Nähe von Düsseldorf). Mit gutem Essen und sehr viel Altbier verging die Zeit recht schnell. Schlussendlich erreichten wir gegen Mitternacht wieder unser Hotel.

Heimreise

Am dritten Tag starteten wir nach dem Frühstück mit der Heimreise. Da die S-Bahn zum Flughafen ausfiel, mussten wir auf die Regionalbahn ausweichen. Dennoch kamen wir problemlos zum Flughafen, wo wir mit etwas Verspätungen losflogen. Schlussendlich kamen wir aber gut wieder in Wien an.

Unser Kurzurlaub in Nordrhein-Westfalen war sehr schön, wir trafen einen Online-Bekannten und einen Ex-Kollegen, das Fußballmuseum gefiel uns äußerst gut und wir lernten Alt-Bier ausführlich kennen. Nur das Ergebnis des Matches hinterließ unterschiedliche Stimmungen.

Übersichtskarte

Legende: Zoom mit Mausrad

[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 01.05.2022