Gisela Benjamin Jürgen Erich

Letzte Tage im Paradies

Vorbei an den Thermen

Am fünften Tag unserer Radtour ging es zunächst noch weiter in den Süden. In Tauka erreichten wir den südlichsten Punkt unseres Urlaubs. Über Minihof-Liebau und Windisch Minihof gelangten wir schließlich nach Jennersdorf. Von dort aus ging es entlang der Grenze zur Steiermark wieder in den Norden.

Bald fanden wir uns in der bekannten steirisch-burgenländischen Thermenregion wieder. Wir radelten an der Therme Loipersdorf vorbei, die wir aus dem einen oder anderen Urlaub kennen. Danach wurde es wieder ruhiger. Eher verschlafene Dörfer säumten unseren Weg. Da kann die Suche nach einem Café schon mal länger dauern und sich durchaus auf mehrere Dörfer erstrecken. Fündig wurden wir schließlich in Rudersdorf. Bei großer Hitze kühlten wir uns mit Eisbechern.

Weiter ging es in den Norden bis wir mit Burgauberg den Bezirk Güssing erreichten und in Neudauberg nicht allzu weit von der zweiten Therme des Tages (Stegersbach) entfernt unser Quartier bezogen. Insgesamt legten wir 68 Kilometer zurück. Zum Abendessen spazierten wir zur Golfschaukel Stegersbach.

Entlang von Lafnitz und Pinka

Die sechste Etappe sollte die heißeste werden. Schon bei der Abfahrt war es sehr warm. Zunächst pendelten wir zwischen der Steiermark und dem Burgenland und erreichten mit Wolfau den Bezirk Oberwart. Die Lafnitz begleitete uns den halben Tag bis nach Neustift. Als der Radweg uns direkt an einem Badesee vorbeiführte, beschlossen wir, spontan einen Sprung ins kühle Nass zu wagen.

Allzu lange konnten wir uns dort allerdings nicht aufhalten, da sich bereits schwere Unwetter zusammenbrauten. Wir erhielten später sogar eine AT-Alert-Meldung dazu. Da sich das nicht besonders gut mit Radtouren verträgt, fuhren wir etwas zügiger. Dennoch verzichteten wir nicht auf unsere tägliche Jause und wählten dafür ein Café in Pinkafeld.

In Pinkafeld trafen wir auch wieder auf die Pinka, die wir bereits vom zweiten Tag kannten. Entlang des Flusses brachte uns der Radweg nach Oberwart zu unserer letzten Unterkunft des Urlaubs. Nach insgesamt 58 Kilometern erreichten wir diese. Kurze Zeit später kamen die Unwetter in Oberwart auf. Sogar große Hagelkörner flogen durch das offene Fenster in unser Zimmer.

Letzte Etappe

Glücklicherweise beruhigte sich das Wetter bis zum Morgen. Somit konnten wir wie gewohnt bei Sonnenschein in den letzten Tag starten. Aber Erich unterschätzte die Folgen des nächtlichen Unwetters und rutschte prompt auf einer dicken Schlammschicht mit dem Rad aus. Die Verletzungen hielten sich sehr in Grenzen, aber der Schlamm war danach überall. Unsere erste Pause legten wir schließlich in Bad Tatzmannsdorf ein.

Dann führte uns die Paradiesroute weiter zur Friedensburg Schlaining. Die Burg und der Platz davor wurden sehr schön renoviert bzw. gestaltet. Nun folgten wieder einige recht ruhige Orte. Nach 38 Kilometern erreichten wir schließlich unser Tages- und Tourziel Rechnitz. Dort starteten wir einige Tage zuvor ins Paradies und von dort wurden wir nun von Benni mit dem Auto abgeholt.

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[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 03.01.2026