Gisela Benjamin Jürgen Erich

Historischer Boden

Aufgrund der langen Besiedlungsgeschichte finden sich entsprechend viele historische Sehenswürdigkeiten in allen Gebieten der Insel. Wir haben uns einige davon ausgesucht, um einen guten Eindruck zu erhalten.

Tempeln aus der Steinzeit

Zunächst ging es fast 5.300 Jahre zurück. Ab 3250 v. Chr. entstanden die Tempeln von Tarxien. Die Anlage aus der Jungsteinzeit liegt mittlerweile mitten in einem dicht verbauten Gebiet, ist UNESCO-Welterbe und besteht aus vier miteinander verbundenen Tempeln. Wir besichtigten die teils gut renovierten und teils gut rekonstruierten Bereiche und konnten uns mithilfe der Beschreibungen einen guten Eindruck von der Anlage und der damaligen Lebensweise verschaffen.

Vom Altertum ins Mittelalter

Gut 4.000 Jahre später, im Jahr 870, eroberten die Araber die Insel und fanden mit der Stadt Melita eine noch aus der Römerzeit stammende, gut befestigte Stadt vor. Sie benannten sie in Mdina um, was der noch heute gültige Name ist. Bis 1571 war Mdina die Hauptstadt. Die Stadt hat mittlerweile zwar nur noch wenige Einwohner, die Bauten sind aber sehr gut erhalten. Betritt man die Stadt durch das Stadttor, fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Der Rundgang auf diesem historischen Boden war für uns ein beeindruckendes Erlebnis.

Im 17. Jahrhundert wurden auf Malta zahlreiche Befestigungsanlagen errichtet. Eine davon ist der St. Agatha’s Tower, den wir besichtigten. Die Anlage ist auch als Roter Turm bekannt und befindet sich im Norden der Insel. Sie wurde ab 1630 erbaut. Wir nutzten unseren Besuch auch für eine Wanderung zur nahegelegenen alten Radarstation (siehe Route rechts) und genossen dabei den tollen Blick auf die Nordwestküste.

Riesige Kuppel

Zum Abschluss unserer geschichtlichen Rundfahrt unternehmen wir noch einen Abstecher in die Stadt Mosta. Dort interessierte uns vor allem die Rotunde, eine Kirche. Die Kirche wurde 1860 mit einer der größten freitragenden Kirchenkuppeln der Welt fertiggestellt. Wir schauen uns nur selten Bauwerke auch von innen an, hier taten wir es und es war definitiv kein Fehler. Der Anblick der riesigen Kuppel war atemberaubend.

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[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 27.07.2025