Gisela Benjamin Jürgen Erich

Rutschen in Budapest

Wie letzten Herbst so wollten wir auch heuer die Tage rund um Martini für einen Kurzurlaub nutzen. Ziel sollte eine Therme oder ein Aquapark sein, jedenfalls sollte viel Action geboten werden. Unsere ersten Vorschläge gingen nach Bayern und Oberösterreich, die haben wir jedoch auf Grund der hohen Kosten verworfen. Bei einer Recherche im Internet fanden wir dann die Aqua-World am Rande der ungarischen Hauptstadt Budapest. Nachdem wir auch nur unweit von Budapest ein äußerst günstiges Quartier fanden, war es fix.

Auf nach Ungarn

Am frühen Morgen des Martinitages brachen wir Richtung Ungarn auf. Nicht einmal drei Stunden später standen wir bereits vor dem Eingang der Aqua-World. Bereits am eher leeren Parkplatz bemerkten wir, dass nicht allzu viel los war. Angenehmerweise bestätigte sich dieser Eindruck auch im Inneren. Nun ließen wir keine Zeit mehr verstreichen und es ging hinein ins Vergnügen. Als erstes fiel uns die tolle Gestaltung auf, es erinnert alles an einen Angkor-Ruinentempel, der mit Türmen und Hängebrücken das Zentrum des unter einer transparenten Kuppel befindlichen Innenbereichs bildet.

Hinein ins Vergnügen

An Wochentagen sind tagsüber immer nur die Hälfte der Rutschen (abwechselnd) in Betrieb, an Freitagen ab 14 Uhr alle und am Wochende den ganzen Tag über alle. So konnten wir zunächst zwar nur die eine Hälfte der Rutschen probieren, dies taten wir dafür aber ausgiebigst. Da gab es eine ganz finstere Rutsche mit der treffenden Bezeichnung schwarzes Loch und die zwei Reifenrutschen Regenbogen und Ufo, wobei letztere in einen Kessel führt, denn man nach mehrmaligen Umkreisen durch ein Loch in der Mitte wieder verlässt. Diese Rutsche war auch die beliebteste unter den Gästen, wobei sich das erst am Freitag Abend und am Samstag negativ bemerkbar machte (mitunter Wartezeiten von 10 bis 15 Minuten).

Neben den großen Rutschen bot die Wasserwelt aber auch noch viele andere Attraktionen, wie einen Bergfluss, denn man mit Reifen runterrutschen konnte, einen Strömungskanal, ein Wellenbecken (eher fad), eine flotte Familienrutsche (kurz, dafür aber sehr breit), einen Sprungturm (angeblich drei Meter hoch, wir hätten ihn eher auf zwei Meter geschätzt) und zwei große Becken (eines im Innenbereich, eines an der frischen Luft) mit vielen Massagedüsen und Duschen.

Noch mehr Rutschen

Angenehm überrascht waren wir auch von den günstigen Preisen des Restaurants im Badebereich. Nach einer Stärkung war es 14 Uhr, dies war der Zeitpunkt, wo alle Rutschen in Betrieb gingen. Bei den Rutschen Wirbelwind (mit Reifen) und Kamikaze erreichten wir wohl die höchsten Geschwindigkeiten. Ähnlich schnell wäre es vermutlich beim fliegenden Teppich zugegangen, diese Teppich-Rutsche war aber leider gesperrt. Spektakulär fanden wir auch die Zwiebelrutsche, bei der man in einen Kessel eingeschossen wird und dort dann mehr oder weniger vielen Umrundungen irgendwo (oft auch kopfüber) ins Wasser plumpst.

Während sich Gisela beim Rutschen vor allem auf die nicht ganz so schnellen beschränkte, konnte es den drei Männern nicht schnell genug gehen. Bemerkenswert ist die große Anzahl an Personal, das für die Sicherheit der Badegäste sorgt. So wird auch die Einhaltung der Größenbeschränkungen genau überwacht, zu kleine Kinder dürfen die schnelleren Rutschen nicht benützen. Eltern können aber unter gewissen Bedingungen Ausnahmen schriftlich erlauben (war bei Benni erforderlich).

Ein weitere Attraktion waren große mit Luft gefüllte Bälle, in denen man über das Wasser gehen konnte. Benni nutzte diese Gelegenheit und probierte es aus. Von einem Gang über das Wasser war bei Benni jedoch nicht die Rede, vielmehr handelte es sich um ein Purzeln über das Wasser (siehe auch nebenstehendes Video). Spaß machte es aber trotzdem sehr viel.

Abend in Vác

Am Abend fuhren wir schließlich in die rund 30 km nördlich von Budapest gelegene Stadt Vác. Dort besuchten wir eine Pizzeria und staunten über die äußerst günstigen Preise (und das bei wirklich guter Qualität). Apropos günstige Preise: Unsere nächste Station war das Quartier (ebenfalls in Vác), wo wir für die Übernachtung mit Frühstück umgerechnet nur 50 Euro zahlten (für alle vier zusammen!). Trotz dieses günstigen Preises waren unser Zimmer und das Frühstück in Ordnung.

Der zweite Tag

Nach dem Frühstück nutzten wir die schöne Lage von Vác für einen kurzen Spaziergang zum Ufer der Donau. Danach ging es wieder in die Aqua-World, wo wir bis zum Abend noch unzählige Male rutschten. Am Samstag war schon sehr viel mehr los. Es empfiehlt sich also eher ein Besuch unter der Woche. Abends begaben wir uns auf die Heimreise, die wir für ein Abendessen in Sopron unterbrachen.

Neben den erwähnten Einrichtungen gab es auch noch einen Saunabereich sowie eine Surfanlage (mit echtem Surfbrett am Wasser). Beides nutzten wir nicht.

Auch wenn der Kurzurlaub sehr kurz war, hat er uns allen wirklich gut gefallen. Jedenfalls bietet diese Gegend die Möglichkeit zu einem budgetschonenden Urlaub. Es würde sich wohl beim nächsten Mal anbieten, die Reise mit einer Stadtbesichtigung von Budapest zu verbinden.

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[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 17.11.2011