Gisela Benjamin Jürgen Erich

Winter im Mai

Wie schon im Vorjahr besuchte Gisela auch dieses Jahr am Fenstertag nach Christi Himmelfahrt einen medizinischen Kongress in Schladming. Wir nutzten dies wieder für einen Kurzurlaub und schlugen unser Quartier in Altenmarkt auf.

Eigentlich wollten wir an diesem verlängerten Wochenende Rad fahren und wandern. Die Wetterprognose zeigte uns jedoch bereits ein paar Tage vorher, dass wir wohl eher die Wellnesseinrichtungen unseres Hotels benötigen würden. Wir ließen unsere Räder daher gleich daheim und packten stattdessen Winter- und Regenjacken ein.

Nasser Feiertag

Am Vorabend des Feiertags fuhren wir los. Noch war das Wetter schön. Das änderte sich jedoch gleich in der ersten Nacht. Es regnete und war sehr kühl. Dennoch schafften wir es am Vormittag, eine kleine Dorfrunde mit entsprechender Kleidung zu drehen. Den Rest des Tages spielten wir im Hotel Tischtennis, Billard und Wuzzeln und genossen den Wellnessbereich mit Sauna, Dampfkabinen und Pool.

Wanderung am Freitag

Während Gisela den Freitag beim Kongress verbrachte, nutzte Erich das etwas bessere Wetter für eine Wanderung. Die rund zehn Kilometer lange Strecke führte größtenteils entlang der Enns bis nach Radstadt und zurück. Bei einer Stadtrunde in Radstadt zeigte sich das mittelalterliche Flair. Im Radstädter Radgarten faszinierten Skulpturen aus Rädern. Nach der Wanderung und dem Kongress folgte wieder das gleiche Programm wie am Vortag im Hotel.

Schnee Mitte Mai

Der Höhepunkt des Schlechtwetters folgte dann am Samstag mit einem Wintereinbruch. Kalt und nass präsentierte er sich in Altenmarkt. Zunächst überlegten wir, mit der Bahn in die Landeshauptstadt Salzburg zu fahren. Schließlich entschieden wir uns jedoch für eine Wanderung am Mondpfad in Zauchensee. Während der recht kurzen Fahrt dorthin tauchten wir in eine Winterwunderwelt ein. Die um 500 Meter höhere Lage reichte aus, um an diesem Tag die Schneefallgrenze zu überschreiten. Als wir während unseres letzten Winterurlaubs auf Pisten dorthin kamen, lag auch nicht viel mehr Schnee.

Der rund vier Kilometer lange Mondpfad wurde zu einer Schneeschuhwanderung – allerdings ohne Schneeschuhe. Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Wir hatten viel Spaß. Der Weg gefiel uns sehr gut, er war wirklich schön gestaltet (wenn auch sehr esoterisch). Nach unserer Rückkehr nach Altenmarkt und einer Stärkung in einem Café folgte das übliche Programm im Hotel.

Am Sonntag begaben wir uns zurück in die Heimat. Das Wetter war zwar alles andere als optimal, dennoch konnten wir uns bei diesem Kurzurlaub gut erholen.

[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 16.07.2026