Gisela Benjamin Jürgen Erich

Auf zwei Rädern durch das Ybbs- und Erlauftal

Gisela und Erich verlängerten das lange Wochenende rund um den 1. Mai um einen weiteren Tag und brachen bereits am 30. April nach Ybbs auf. Mit Auto, Radträger und den beiden Fahrrädern darauf erreichten wir gegen 11 Uhr Ybbs.

Von Ybbs nach Waidhofen

Bei sehr kühlen Temperaturen führte uns unser erster Weg vom Bahnhof zur Donau, wo der Ybbstalradweg beginnt bzw. endet (je nach Richtung). Nach einem schnellen Foto starteten wir unsere Reise entlang der Ybbs. Immer wieder mit Blickkontakt zum Fluss fuhren wir auf dem meist sehr sanft ansteigenden Weg flussaufwärts. Über die Gemeinden Neumarkt, Blindenmarkt und Euratsfeld erreichten wir auf sehr ruhigen Nebenwegen den Bezirkshauptort Amstetten.

Auch nach der Stadt folgte der sehr gut ausgebaute Radweg verkehrsarmen Straßen. Bei fast wolkenlosem Himmel radelten wir über Allhartsberg nach Kematen, wo wir uns in einem Café stärkten. Schließlich erreichten wir nach 60 Kilometern über die Gemeinde Sonntagberg unser Tagesziel Waidhofen. Ein italienisch-griechisches Abendessen beschloss den ersten Tag.

Bahntrasse nach Göstling

Einen Großteil der heutigen Strecke legten wir auf der Trasse der ehemaligen Ybbstalbahn zurück. Rund 30 Kilometer der ehemaligen Bahnstrecke wurden ausgebaut. So entstand ein mustergültiger Radweg mit ausgezeichneter Infrastruktur durch das obere Ybbstal, der uns nach Opponitz und weiter zu einer Stärkung bei einem Imbissstand direkt am Radweg in Hollenstein führte.

Obwohl es in der Früh noch empfindlich kalt war, kamen wir am Nachmittag schon ins Schwitzen. Daher war es Zeit für eine Pause bei Kaffee und Eis. Diese legten wir in Sankt Georgen am Reith ein. Eine Stunde später hatten wir schließlich nach insgesamt 45 Kilometern unser Tagesziel Göstling erreicht.

Von der Ybbs zur Erlauf

Am dritten Tag absolvierten wir zunächst die letzten zwölf Kilometer des Ybbstalradwegs bis zum Ziel am Lunzer See. Dabei kamen wir auch am Ursprung der Ybbs vorbei, wo Ois und Seebach zusammenfließen. Am Lunzer See genossen wir bei einer Pause die schöne Aussicht.

In Lunz startet auch unser nächster Radweg. Der Erlauftalradweg führte uns zunächst noch ordentlich hinauf bis nach Pfaffenschlag. Ab dann ging es (teils recht zügig) bergab. Da mussten wir mitunter stark bremsen. So erreichten wir recht schnell den Ort Gaming mit der sehr bekannten Kartause.

Wieder Richtung Donau

Nach weiteren 13 Kilometern bergab gönnten wir uns im Bezirkshauptort Scheibbs eine Stärkung. Bei mittlerweile sommerlichen Temperaturen genossen wir Eis, Kuchen und Kaffee. Der Radweg führte uns weiter entlang der Erlauf nach Norden bis nach Purgstall, wo die Tour uns vom Fluss wegführte. Bis zu ihrer Mündung in die Erlauf in Wieselburg gesellte sich die Kleine Erlauf zu uns.

Durch kleinere Ortschaften, mehr oder weniger nahe an der Erlauf, brachte uns der Radweg die nächsten 13 Kilometer bis zur Mündung in die Donau. Dies was auch der letzte Abschnitt des Erlauftalradwegs, der gemeinsam mit dem namensgebenden Fluss sein Ende findet.

Wir hatten unser Ziel aber noch nicht erreicht. Unser Auto stand schließlich in Ybbs. Also fuhren wir noch zwölf Kilometer stromaufwärts auf dem Donauradweg bis zum Bahnhof von Ybbs. Nach 86 Tageskilometern am letzten Tag sowie insgesamt 190 Kilometern in drei Tagen ging es nach der raschen Verladung unserer Räder über eine Pizzeria in Markersdorf nach Hause.

[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 24.06.2026