Lava und Küste im Osten
Bei unserer Fahrt durch den Osten dominierte zunächst der Vulkan Ätna und die von ihm geschaffenen landschaftlichen Strukturen. Danach standen an der Nordostküste noch ein paar Wanderungen und eindrucksvolle Aussichtspunkte auf dem Programm.
Schnee und Lava
Mit über 3400 Metern ist der Ätna der höchste aktive Vulkan Europas. Bereits bei der Anfahrt merkten wir, dass wir die Vulkangegend erreichten. Die Landschaft links und rechts der Straße verfärbte sich schwarz. Der Blick auf die Lavalandschaft war beeindruckend. Schließlich erreichten wir den mit 1900 Metern Seehöhe höchsten Punkt der Straße. Hier wäre es Zeit gewesen, auf die Seilbahn umzusteigen. Sie führt auf 2500 Meter. Wir verzichteten jedoch darauf, da bereits bei der Talstation alles voller Schnee war und wir somit den vulkanischen Ursprung der Landschaft nicht mehr erkennen konnten. Der Anblick erinnerte uns vielmehr an ein Skigebiet.
Anstatt mit der Seilbahn zu fahren, wanderten wir auf den kleinen Silvestri-Krater und umrundeten diesen am Kraterrand. Trotz der Schneedecke war es ein beeindruckendes Erlebnis.
Eigentlich wollten wir im Rahmen dieses Urlaubs noch einen zweiten Vulkan besuchen und zwar Vulcano auf der gleichnamigen Insel. Daraus wurde jedoch nichts, da wir uns die aufgrund einer Sturmwarnung zu erwartende unruhige Überfahrt ersparen wollten.
Schlucht und Lava
Auch unsere nächste Station steht im Zeichen der Lava. Der Fluss Alcantara hat sich über Tausende von Jahren in das vom Ätna stammende Lavagestein gegraben. So ist eine bizarre Schluchtenlandschaft entstanden. Die Felswände beeindrucken durch ihre auffallend glatten Oberflächen. Wir spazierten ein wenig entlang des Flussbettes und ließen die Landschaft auf uns wirken.
Zwei Kaps im Nordosten
An der Nordostküste erkundeten wir zwei sehr unterschiedliche Kaps. Das Capo Peloro liegt direkt an der Meerenge der Straße von Messina. Leider hat es landschaftlich und sehenswürdigkeitsmäßig nicht sehr viel zu bieten. Dementsprechend fad gestaltete sich der Rundweg. Höhepunkte waren eine Kaffeepause in einem Lokal und ein riesiger Strommast, der früher für die Stromversorgung der Insel verantwortlich war.
Wesentlich eindrucksvoller war da schon das Capo Milazzo bei der gleichnamigen Stadt. Unser Rundweg entlang der Küste, gesäumt von Olivenbäumen und Kaktusfeigen, führte uns bis zum Venuspool, einem von Meerwasser gefluteten Becken, das malerisch direkt an der Küste liegt. Während der Wanderung genossen wir tolle Ausblicke bis zu den Liparischen Inseln.
Ausblick und Kirche
Tindari liegt auf einem Berg hoch über der Nordostküste Siziliens. Neben dem wunderschönen Ausblick ist es vor allem die sehenswerte Wallfahrtskirche, die diesen Ort auszeichnet. Nachdem wir uns die Bergstraße hinaufgekämpft hatten, konnten wir die Aussicht und die Kirche leider nur kurz genießen. Wieder einmal machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Vor dem aufziehenden Unwetter flüchteten wir in unser Auto.