Gisela Benjamin Jürgen Erich

Der äußerste Südwesten

Unsere zweite England-Woche verbrachten wir im Südwesten. Von unserer Ferienwohnung im Hengar Manor Country Park im kleinen Dorf St Tudy aus machten wir vor allem Ausflüge innerhalb des Cornwall sowie in die benachbarte Grafschaft Devon. Auf dieser Seite berichten wir über unsere Ziele im äußersten Südwesten.

Der Südzipfel Englands

Auf der Halbinsel Lizard befindet sich mit dem Lizard Point der südlichste Punkt des englischen Festlands. Wie schon an vielen anderen Tagen in diesem Urlaub stehen wir auch hier vor einer sehr schönen Steilküste. Nach dem Aufsuchen einiger Geocaches spazierten wir noch ein wenig herum. Auch ein Leuchtturm steht in diesem Bereich, eine Führung ließen wir allerdings aus.

Subtropen in England

Auf Grund des milden Klimas besitzen einige Orte im Cornwall ein mediterranes Flair. So überraschte es uns nicht weiter, als wir in der Gartenanlage Glendurgan Garden zahlreiche subtropische Pflanzen sahen. Diese Anlage zieht sich eine Schlucht entlang bis zum Helford River. Wir spazierten durch den Garten und genossen die schönen und teils exotischen Gewächse. Auch ein Labyrinth befindet sich in der Anlage, Benni konnte bis in die Mitte vordringen.

Als wir bei unserer Wanderung den Fluss erreichten, merkten wir, dass es sich hierbei eher schon um eine Meeresbucht handelt (Fluss kurz vor der Mündung). In dieser Bucht stärkten wir uns mit einem Eis, dann ging es wieder zurück durch die Gartenanlage. Die Anlage gefiel uns recht gut, wenn gleich es sich nicht um einen typischen englischen Garten handelte.

Insel oder doch nicht?

Im Südwesten von Cornwall befindet sich die Gezeiteninsel St. Michael’s Mount, die sehr dem in der Normandie (Frankreich) liegenden Le Mont-Saint-Michel ähnelt. Sie ist bei Ebbe trockenen Fußes erreichbar, bei Flut wird allerdings ein Boot benötigt. Um beide Szenarien beobachten zu können, informierten wir uns zuvor über die Gezeiten-Zeiten und planten zwei Besuche, einen bei Ebbe und einen zweiten bei Flut.

Bei unserem ersten Besuch gingen wir zur Insel und besuchten das dort befindliche Schloss und die Gärten. Benni und Gisela absolvierten erfolgreich ein Schloss-Quiz, wofür sie eine Medaille erhielten. Der zweite Besuch (am selben Tag) erfolgte bei Flut. Hier begnügten wir uns mit einem Blick und ein paar Fotos von der nunmehr richtigen Insel. Es ist schon faszinierend, welche Ausmaße Gezeiten annehmen können.

Mit dem Zug an die Küste

Zwischen unseren Besuchen der Gezeiteninsel fuhren wir mit dem Zug vom nahegelegenen St Erth in das Küstendort St Ives. Die rund fünfzehnminütige Fahrt führt größtenteils an der Küste entlang und bietet nette Ausblicke. In St Ives fühlten wir uns wie in einem typischen südländischen Ferienort. Es gab unzählige Geschäfte, Lokale und Straßenhändler. Wir bummelten gemütlich durch das Dorf, fanden einen Geocache und sahen schlussendlich auch eine Robbe (auf die ursprünglich geplante Bootsfahrt zu einer Robbeninsel haben wir wegen der wechselhaften Wetterlage verzichtet).

Ein altes Zinn-Bergwerk

Im äußersten Südwesten von Cornwall direkt an der Küste liegt das Bergbaurevier St Just mit mehreren aufgelassene Bergwerken, eines davon wurde als Schaubergwerk mit einem Museum für Besucher geöffnet, und zwar das Zinnbergwerk Geevor. Dieses Werk wurde 1990 geschlossen und danach zu einem Museum umgebaut.

Wir besuchten dieses Bergwerk und konnten dabei zunächst durch einen der wenigen noch erhaltenen Schächte gehen (leider hatten wir keinen Blitz mit, daher gibt es nur ein paar dunkle Fotos). Leider sind mittlerweile die meisten Schächte unter Wasser. Nach dem (eher kurzen) Blick unter die Erde schauten wir uns noch die zahlreichen erhalten gebliebenen Maschinen und das interessant gestaltete Museum an. Sehr eindrucksvoll waren auch die ehemaligen Sozialräume (Garderoben, Büros), weil wir da eine Vorstellung vom Leben der Bergleute erhalten haben.

Westlicher geht es nicht

Nur wenige Meilen vom Bergwerk entfernt, liegt Land’s End, der westlichste Punkt des englischen Festlandes. Wir fuhren jedoch nicht direkt dorthin, sondern parkten unser Auto im nahegelegenen Dorf Sennen Cove und wanderten rund zwei Kilometer entlang der Küste bis es nicht mehr westlicher ging. Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, sie bietet viele tolle Blicke auf die Steilküste.

Während der Wanderung konnten wir auch ein paar Geocaches finden (und unseren ersten Travelbug in Umlauf bringen). Schließlich erreichten wir Land’s End und staunten über die doch recht große Kommerzialisierung des Orts (es gibt dort sogar ein 4D-kino). Nun ja, jeder wie er mag. Für uns war es jedenfalls Zeit für den Rückweg zum Auto.

Übersichtskarte

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[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 06.11.2016