Gisela Benjamin Jürgen Erich

Städte im Südosten

Die Grafschaft Kent im Südosten Englands ist oft das Eingangstor für Besucher vom europäischen Festland, denn sowohl der bekannteste Hafen (Dover) als auch das britische Ende des Eurotunnels (Folkestone) befinden sich hier. Auch für uns begann in Kent der England-Aufenthalt. Wir besuchten gleich zwei Städte dieser Grafschaft. Ebenfalls im Südosten Englands liegt die Hauptstadt London, wo wir einen Tag verbrachten.

Kreidefelsen und Weltkrieg

Die Stadt Dover war nicht nur unser erstes Ziel in England, auch unser Quartier für die erste Nacht lag in der bekannten Hafenstadt. Von dort erkundeten wir die Grafschaft bevor es dann westwärts ging.

Neben dem Hafen ist die Stadt Dover vor allem durch die Kreidefelsen bekannt. Doch was haben diese Kreidefelsen mit dem Krieg zu tun? Sehr viel, denn immerhin handelt es sich bei dieser Küste um die dem europäischen Festland nächstgelegene und somit bei Kriegen am meist gefährdete Stelle Englands. Dementsprechend wurden einige Maßnahmen zur Verteidigung gesetzt. Davon konnten wir uns bei einer sehr interessanten Führung durch unterirdische Gänge, die für den Betrieb der Kanonen errichtet wurden, überzeugen.

Um zum Start der Führung zu gelangen, mussten wir zunächst vom Besucherzentrum des National Trust rund 40 Minuten zum Tunneleingang wandern. Dieser Marsch wurde jedoch mit atemberaubenden Ausblicken auf das Meer und den Hafen von Dover belohnt.

Mit dem Boot durch Canterbury

Unsere nächste Station war Canterbury, eine Stadt, die sich den alten Charakter weitestgehend bewahrt hat. Unser Auto parkten wir auf einem Park & Ride-Parkplatz am Stadtrand. Mit dem Bus ging es dann kostenlos (Ticket war bereits in der Parkgebühr enthalten) ins Zentrum.

Entlang der verkehrsberuhigten Innenstadt begaben wir uns in die Vergangenheit. Höhepunkt war sicherlich die Bootsfahrt am Stour. Vorbei an historischen Gebäuden erfuhren wir von unserem Bootsfahrer zahlreiche interessante Geschichten aus der Vergangenheit. Nach der Bootsfahrt wollten wir noch bei der bekannten Kathedrale vorbeischauen. Als wir jedoch erfuhren, dass man sogar bereits für das Vorbeigehen einen ziemlich heftigen Eintrittspreis zahlen hätte müssen, verzichteten wir darauf. Wir finden diese Abzocke nicht in Ordnung.

Big Ben, Wembley und vieles mehr

8,5 Millionen Menschen leben dort – und wir waren mitten drinnen: London, die Hauptstadt Englands und des gesamten Vereinigten Königreichs.

Um jedoch von unserer Ferienwohnung in der Grafschaft Dorset nach London zu gelangen, war zunächst mal eine zweistündige Zugfahrt erforderlich. Ziemlich zeitig in der Früh ging es dazu los. Bereits kurz nach acht Uhr stiegen wir im Bahnhof von Gillingham in den Zug, der uns direkt zum Londoner Bahnhof Waterloo brachte. Dier Zug war nach ein paar Stationen übervoll, weiters fiel uns auf, dass es für jeden Fahrgast kostenloses WLAN gab sowie die Bahnstrecke (obwohl es sich um eine Hauptlinie handelte) nicht elektrifiziert war.

In Waterloo wechselten wir auf die U-Bahn. Durch das sehr fortschrittliche und berührungslose Ticket-System konnten wir ohne eine spezielle Anmeldung direkt mit unseren österreichischen Bankomatkarten bei den Drehkreuzen bezahlen. Dies war nicht nur angenehm, sondern auch wesentlich billiger als der Kauf von Papiertickets.

Die Tube (umgangssprachliche Bezeichnung der Londoner U-Bahn) brachte es zunächst nach Wembley. Dieser Name ist für jeden Fußballfan ein Begriff, so fand dort 1966 das Finale der Weltmeisterschaft mit dem berühmten Wembley-Tor statt. Heute gibt es jedoch dieses Stadion nicht mehr, es wurde komplett neu gebaut und 2007 eröffnet.

Dieses neuere Stadion schauten wir uns im Rahmen einer Führung an. Zunächst konnten wir von den VIP-Plätzen auf das Spielfeld blicken, dann sahen wir noch die Kabinen, den Pressebereich und die königlichen Sitze. Schlussendlich durften wir auch noch durch den Spielertunnel in den Innenraum gehen. Im Fanshop kauften wir abschließend noch einen England-Löwen mit schöner Mähne (als Ergänzung unserer Tiere/Maskottchen-Sammlung).

London bietet unzählige Sehenswürdigkeiten, die man an einem halben Tag unmöglich komplett besuchen kann. So entschieden wir uns für einen Spaziergang beginnend beim Hyde Park, der uns über Buckingham Palace, Westminster Abbey, Houses of Parliament mit Big Ben bis zur Downing Street führte. In letzterer gab es einen Tag vor unserem Besuch einen Mieterwechsel. Danach fuhren wir mit der Tube noch zum Tower und der Tower Bridge sowie zum Leicester Square (einer der bekanntesten Plätze Londons mit zahlreichen Lokalen).

Übersichtskarte

England 2016: St?dte im S?dostenStepMapEngland 2016: St?dte im S?dosten

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