Gisela Benjamin Jürgen Erich

Zu Besuch im Museum

Während unseres Urlaubs besuchten wir zahlreiche Museen unterschiedlichster Art. Die Museen sind größtenteils äußerst modern ausgestattet.

Gerstensaft mit Show

In der ehemaligen Heineken-Brauerei in Amsterdam hat Heineken eine große Show-Attraktion eingerichtet. Offiziell stehen die Geschichte von Heineken und die Herstellung des Gerstensafts im Mittelpunkt, es wurden aber extrem viele Show-Elemente eingebaut. Das kann einem natürlich gefallen. Auf alle Fälle gab es für alle Besucher über 18 Jahren drei Freibier. Benni durfte bei Gisela "kosten".

Land aus Meer

Auf Grund der besonderen geografischen Lage (sehr tiefliegende Gebiete) kämpfen die Niederländer bereits seit Jahrhunderten gegen das Wasser aus dem Meer. Immer wieder verwüsteten Fluten große Gebiete. Daher beschäftigte man sich schon sehr früh mit möglichen Schutzmaßnahmen. Waren es zunächst Dämme so kam man später auf die Idee ganze Meeresabschnitte abzugrenzen und in weiterer Folge trocken zu legen.

Flevoland ist fast zur Gänze durch Trockenlegung von Teilen der ehemaligen Zuiderzee Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden. Das Museum Batavialand widmet sich u.a. der Geschichte der jüngsten Provinz. Mit großem Interesse schauten wir uns die verschiedenen Stationen an, es gab auch interaktive Teile, wo wir u.a. die Trockenlegung ausprobieren konnten. Spannend war die Geschichte eines Schiffes, welches vor langer Zeit gesunken war und bei der Trockenlegung der Zuiderzee entdeckt wurde. Die Überreste konnten wir im Museum bewundern.

Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Werft, wo von 1985 bis 1995 das 1629 verunglückte Schiff Batavia nachgebaut wurde. Sowohl die Werft als auch den (grundsätzlich fahrtüchtigen) Nachbau konnten wir besichtigen.

Niederlande wie sie früher war

Das Nederlands Openluchtmuseum in Arnheim ist das größte und älteste Freilichtmuseum des Landes. Rund 80 Häuser, Werkstätten und Betriebe zeigen das Leben in den Niederlanden aus verschiedenen Zeiten. Mit einer älteren Straßenbahn kann man die verschiedenen Bereiche des ausgedehnten Museums erreichen. Bei einem Rundgang erhielten wir sehr interessante Eindrücke aus der Geschichte.

Antikriegsmuseum

Nur wenige Kilometer vom Freilichtmuseum entfernt, besuchten wir ein ganz anderes Museum, das Airborne Museum Hartenstein in Oosterbeek. Das Museum befindet sich im Haus Hartenstein, welches während der Schlacht von Arnheim im September 1944 als Hauptquartier der britischen Truppen diente. Der Schwerpunkt des Museums liegt bei Berichten und Erzählungen über die Schlacht. Im Keller des Gebäudes wurde 2009 das "Airborne Experience" eingerichtet. Dabei können die Besucher die Schlacht aus Sicht eines Soldaten erleben. Dabei bekommt man unmittelbar die Schrecken eines Krieges mit und wünscht sich nur eines: Nie wieder!

Alles über die Armee

Nach dem Antikriegsmuseum stand in diesem Urlaub noch ein zweites Mal Militärisches auf dem Programm und zwar das Nationaal Militair Museum, wo es um die niederländische Armee geht. In den sehr gut und modernst ausgestatteten Museumsräumen wurde zunächst die historische Entwicklung beginnend im Mittelalter erläutert. Danach folgten die einzelnen Zeitepochen bis zur Gegenwart. Neben vieler Infostationen gab es auch zahlreiche Kriegsgeräte in echt zu sehen. Ergänzt wurde das Museum durch Spielstationen und einem Außenbereich.

Alles über die Bahn

Im Spoorwegmuseum erfuhren wir Vieles über die niederländische Eisenbahn. Über 175 Jahre Entwicklung der Bahn werden aufgezeigt. Neben den historischen Informationen und zahlreichen Lokomotiven und Waggons gibt es auch noch zwei tolle Erlebnisattraktionen.

Es begann mit Glühlampen

Im Mai 1891 wurde in Eindhoven ein kleines Elektro-Unternehmen gegründet, den Namen kennt heute jeder: Philips. Mittlerweile handelt es sich um einen Weltkonzern mit vielen Auf und Abs in der Firmengeschichte. Genau um diese historische Entwicklung geht es im Philips Museum. Vor allem für Elektronik-Interessierte aber auch für Nostalgiker bietet das Museum zahlreiche sehenswerte Exponate.

Die Welt im Kleinen

Bei der Miniworld in Rotterdam handelt es sich um eine Modellbauanlage mit zahlreichen Eisenbahnen und anderen Modellen - vorwiegend aus den Niederlanden - auf 535m². Wie wir es schon aus anderen ähnlichen Anlagen kennen, wird es auch hier immer wieder Nacht.

Eine Reise durch den Menschen

In der kleinen rund 15 km nördlich von Den Haag gelegenen Gemeinde Oegstgeest befindet sich ein sehr spezielles Museum mit dem Namen Corpus. Dieser Name ist lateinisch und bedeutet Körper. Damit ist schon viel gesagt, es geht um den menschlichen Körper. Das Museum gleicht von außen einem überdimensionalen Menschen.

Damit aber nicht genug, auch im Inneren gleicht es dem menschlichen Körper. Bei der sehr gut aufbereiteten Führung erfährt man alles über wichtige Vorgänge im Körper und wandert dabei durch die einzelnen Organe. Dies hat uns sehr gut gefallen und auch unsere Medizin-Expertin Gisela war davon angetan. Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit an interaktiven Stationen Vieles auszuprobieren, zum Unterschied von der Führung (Audio-Guides in deutscher Sprache) gab es hier jedoch zahlreichen Spiele leider nur auf Niederländisch.

Führung durch das Zweite

Seit März 1963 sendet in Deutschland das "Zweite Deutsche Fernsehen", besser bekannt unter der Abkürzung ZDF. Ab den 70er Jahren sendete das ZDF vom Mainzer Lerchenberg, der immer mehr zur Zentrale des ZDF wurde. Heute befindet sich dort ein Großteil der Infrastruktur. Wir nutzten unseren Aufenthalt in Mainz während der Heimreise für die Teilnahme an einer Führung.

Die Führung dauerte 1,5 Stunden und umfasste neben einem sehr gut gestalteten Informationsfilm den Besuch des bekannten Fernsehgartens sowie eines Studios und eines Regieraums. Auch die von uns am häufigsten gesehene ZDF-Sendung "Das aktuelle Sportstudio" kam ausführlich zur Sprache. Uns gefiel die Führung äußerst gut, auch sei an dieser Stelle erwähnt, dass diese kostenlos war (ORF bitte nachmachen!).

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[Start] [Kontakt] [Impressum] [Datenschutz] [Links] Autor: Erich, 30.09.2018